FC Bayern München gegen Hamburger SV nur 8:0

Bayern München spielt dieses Jahr in einer eigenen Liga. Es ist sensationell. Wir haben Mitte Februar und trotzdem fühlte man sich plötzlich wie im Sommer. Ich meine den Sommer. Den Sommer in dem wir Weltmeister wurden. OK. es ist nicht ganz das gleiche, denn einen Titel hat noch niemand eingeheimst. Aber man glaubte es wäre WM. Jedoch trugen die Brasiliander dises Mal kein gelbes Trikot sondern liefen in rot / weiss auf.

Der FC Bayern München hat gestern den Hamburger SV mit 8:0 vom Platz gefegt.

Der Unterschied ist, bei den Brasilianern hat es sich im Halbfinale der WM 2014 um eine Mannschaft gehandelt, die durch Emotionen bis ans Ende der Skala der Erträglichkeit gepuscht waren. Ausdruck dafür war die ewige Heulerei nach der Nationalhymne. Wie mehmet Scholl damals orakelt hat, reichte schon ein Tor, damit dieses Emo-Kartenhäuschen in sich zusammengefallen ist, da der Druck die Spieler gelähmt hat. Es war irgendwie vorhersehbar und aufgrund der schwachen Leistungen der Südamerikaner auch keine Überraschung.
Was ist also gestern mit dem HSV passiert. Die Bundesliga boomt. Unter anderem auch, weil jeder jeden schlagen kann. Also fast jeden, denn die Bayern sind mittlerweile in einer anderen Liga unterwegs und verlieren, wenn es drauf ankommt höchst selten. Auch das der VFL Wolfsburg vor wenigen Tagen diese Unschlagbarkeit zunischte gemacht hat, wird die Spannung um den Titel, nachdem sich Borussia Dortmund verbschiedet hat,  nicht aufrecht erhalten können.
Eine solche Demütigung einer Bundesligamannschaft wie gestern der Hamburger SV habe ich noch nie erlebt. (Für die Rekordergebnisse der Bundesliga bin ich wohl zu jung). Die Bayern haben die Hamburger von Anfang an gegen die Wand gespielt. Die Gegenwehr wurde sofort eingestellt. Ich konnte kein Aufbäumen erkennen noch irgendwelchen Kampfeswillen. Im DFB Pokal kämpfen die Amateure gegen Bundesliga-Clubs bis zum letzten Blutstropfen. Deshalb gibt es eher selten Ergebnisse, die in Richtung Zweistelligkeit gehen. Diesen Kampf habe ich bei den Hamburgern gestern nicht erkennen können. Ja der FC Bayern München ist extrem stark. Aber wir haben die Wolfsburger gesehen und auch die Mainzer, sicherlich nicht die stärkste Elf der Liga. Die rannten 90 Minuten lang um ihr Leben und wären fast belohnt worden. Hier ist niemand enttäuscht aus dem Stadion gegangen, da die eigene Mannschaft, trotz beschränkter Mittel, alles gegeben hat. Und das habe ich gestern bei den Hanseaten nicht gesehen. Man hat sich sogar Gedanken gemacht wie lange das Spiel noch dauert, denn Das wichtigste Mittel für eine Mannschaft, die jetzt schon weiß, daß es auch diese Saison schwierig wird drittletzter zu werden, ist der Kampf. Nichts anderes. Wenn die Fertikgeiten und Kenntnisse nicht reichen muß man Kämpfen bis zum Umfallen. Sonst nichts.

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