Mia san nimmer mia – die Causa Müller Wohlfahrt – unerwarteter Rücktritt

Es ist ein Ausdruck des jüngeren bayrischen Selbstverständnis: Mia san mia.
Will heissen: Wir lassen uns nicht reinreden, wir gehen unseren Weg, frei übersetzt.
So ging wohl auch Mannschatsarzt Dr. Müller-Wohlfahrt seinen Weg – unter Uli Hoeness
fast vier Jahrzehnte lang.
Dieser ließ ihn fast frei schalten und walten.
Und dann kam Pep Guardiola. Der war anderes gewohnt: Nicht die Ärzte entscheiden über die
Verfügbarkeit der Speieler sondern der Trainer in Zusammenarbeit mit seinem Fitness-Coach.
So also war der Eklat mehr oder minder von vornherein vorprogrammiert – und nun eskaliert.

Was aber verwundert ist, daß die Vereinsführung den Eklat zugelassen hat. Ob hier
ein Uli Hoeness die Wogen hätte glätten können?

 

Was ist nun mit der traditionellen Geschlossenheit der Münchner nach aussen hin?
Ein spanischer Trainer sorgt für einen tiefen Riß im Gefüge an der Säbener Strasse.
Denn aus seiner Initiave resultierte die Provokation, unabgesprochen seinen Liebling
Thiago Alcantara nach Spanien fliegen zu lassen, um ihm Kortison spritzen zu lassen.

Beim Spiel gegen Leverkusen konnte man beobachten, wie Guardiola hämisch in Richtung
Bank klatscht (auf der das Ärzte-Team sitzt), als sich herausstellt, daß Benatia sich
verletzt hat.

Nachvollziehbar, daß Dr. Müller-Wohlfahrt von einem zerbrochenem Vertrauensverhältnis zum
Verein spricht, nachdem er mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem FC Bayern München aufkündigt.

Gerne läßt sich auch der gebürtige Ostfriese bei medizinischen Entscheidungen nicht reinreden. –
Mia san mia eben.

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