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Der 4. Bundeliga-Spieltag

Das war der 4. Bundesliga-Spieltag

Am vergangenen Wochenende ging es nach der von den Trainern so ungeliebten Länderspielpause wieder in der Bundesliga zur Sache. Und für einige Last-Minute-Transfers war es auch die erste Gelegenheit, sich im neuen Trikot zu beweisen. Vor allem die viel umjubelte Rückkehr von Oldie Claudio Pizarro zum SV Werder Bremen wurde mit viel Spannung erwartet.

Fangen wir also mit dem SV Werder Bremen an, der am Sonntag auf 1899 Hoffenheim traf. Hier waren alle Augen auf Pizarro gerichtet, der allerdings zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Die Rückkehr des Peruaners hatte in der Hansestadt einen regelrechten Hype ausgelöst. Und der erfolgreichste ausländische Torschütze der Bundesliga-Geschichte zeigte auch direkt, wieso er trotz seiner fast 37 Jahre noch eine absolute Verstärkung für Werder ist. Pizarro wurde in der 82. Minute beim Stand von 1:1 eingewechselt und bereitete in der Nachspielzeit clever den Siegtreffer vor. Das nennt man wohl einen Einstand nach Maß und wird sicherlich nicht dazu führen, dass sich der Hype um den sympathischen Toptorjäger schnell legen wird.

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Eine echte Überraschung gab es bereits beim Freitagsspiel. Hier empfing der Vorjahresdritte und Champions League Teilnehmer Borussia Mönchengladbach den HSV, der letztes Jahr bekanntermaßen zum zweiten Mal hintereinander nur knapp in der Relegation dem Abstieg entgangen ist. Mit Blick aufs Vorjahr war das also eigentlich eine klare Angelegenheit für Gladbach, zudem noch mit Heimvorteil. Allerdings kam es anders. Die Fohlen gingen sang- und klanglos mit 0:3 unter.

Eine weitere dicke Überraschung gab es am Samstag dann in Leverkusen. Auch hier empfing ein aktueller Champions League Teilnehmer einen potenziellen Abstiegskandidaten, nämlich den Überraschungsaufsteiger aus Darmstadt. Doch die Darmstädter schockten die Leverkusener bereits in der 8. Minute und die Werkself konnte sich trotz einer ordentlichen Leistung nicht mehr von diesem Schock erholen und musste sich am Ende mit 0:1 geschlagen geben.

Ansonsten war der Samstag sicherlich geprägt vom Fernduell zwischen dem Borussia Dortmund und dem FC Bayern München um die Tabellenführung. Der wiedererstarkte BVB setzte sich mit einer beherzten kämpferischen Leistung mit 4:2 gegen Hannover 96 durch. Dabei profitierten sie auch vom Pechvogel Felipe. Der brasilianische Abwehrspieler von Hannover 96 verursachte gleich zwei Elfmeter und lupfte obendrein noch einen Ball über Ron-Robert Ziegler ins eigene Tor hinein.

Die Bayern hingegen traten, ohne dass sie wirklich etwas dafürkonnten, wieder eine große Debatte über den sagenumwobenen „Bayernbonus“ los. Grund dafür war ein völlig unberechtigter Elfmeterpfiff in der 88. Minute. Schiedsrichter Knut Kircher verließ sich hier auf die falsche Wahrnehmung seines Assistenten an der Seitenlinie, der beim Auflaufen von Douglas Costa auf seinen Gegenspieler tatsächlich ein Foul gesehen haben will. Thomas Müller nahm das Geschenk dankend an und verwandelte den anschließenden Elfmeter zum entscheidenden 2:1-Endstand.

Erwähnenswert ist auch, dass der Vizemeister aus Wolfsburg nicht über ein schwaches und torloses Unentschieden beim Aufsteiger aus Ingolstadt hinaus kam. Neuzugang und de Bruyne-Ersatz Julian Draxler kam direkt zu seinem Startelf-Debüt, blieb aber über weite Strecken des Spiels eher unauffällig. Hier muss auf jeden Fall noch eine Steigerung her, wenn Draxler die Lücke, die de Bruyne hinterlassen hat, schnell schließen will.

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Mainz 05

Bei Mainz 05 gelten noch die gleichen Regeln, wie früher in den Asterix Heften. Es ist ein kleines Dorf, daß sich gegen den Wiederstand der wohlhabenderen Bundesligavereine durchsetzten will. Umzingelt von den römischen Lagern, wehren sie sich tapfer. Die Lager in der Neuzeit sind z. B. Frankfrurt, Hoffenheim, Freiburg, Köln und viele andere.

Was machen die Mainzer anders als die übrigen Bundesligisten? Sie führen neue, junge Spieler herran, die sie irgendwann mit Gewinn an einen neuen, größeren Verein weiterverkaufen.

Bereits praktiziert mit Andre Schürrle, Adam Szalai, Christian Fuchs, Neven Subotic, dieses Jahr vielleicht Baumgartlinger oder Geis.

Es ist immer das gleiche Spiel. Ich nenne es das „Modell Mainz“. Die Spieler werden jung eingekauft. An die Bundesliga herangeführt, in Position gebracht und rechtzeitig vor Ende des Vertrages für viel Geld verkauft.

 

Was hat sich geändert bei Mainz 05?

Somit ist Mainz mittlerweile in der komfortablen Lage gewesen, ein neues Stadion zu bauen und auch den Luxus zu haben, einige Millionen an Festgeld auf dem laufenden Konto zu führen.

Christian Heidel achtet darauf, daß sich niemand wie ein Star fühlt und das Gehaltsgefüge nicht durcheinander kommt.  Daß man nie richtig an die Spitze kommen wird, da die Schlüsselspieler immer und immer wieder abgegeben werden müssen, ist hier jedem klar. Ambitionen für größere Ziele sind auch keine vorhanden. Im Grunde freut man sich die ganze Zeit darüber in der Bundesliga dabei zu sein. Das ist mehr als man in Mainz jemals erhofft wird. Somit ist jeder neue Spieltag ein Gewinn.

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Borussia Dortmund der Meister der Herzen

In einer besseren Welt, würde Borussia Dortmund um die deutsche Meisterschaft spielen, wäre im Europapokal vertreten und im DFB Pokal Achtelfinale.

Jürgen Klopp wäre unumstritten und hätte sich sicher nicht dermaßen über den Sieg über Freiburg gefreut. Ja in einer besseren und gerechteren Welt wäre das so.
Die Realität ist anders. Alle Ziele die man am Anfang der Saison hatte sind ind Gefahr. Daß Borussia Dortmund Bayern München schlagen kann, glaubt heute niemand mehr. Die Jahre der Dominanz der Dortmunder sind längst vorbei. Zwar sind die Protagonisten der beiden letzten Meisterschaften mittlerweile wieder in Dortmund. Ich denke hier an Kagawa und Sahin, doch der Zauber ist verflogen.
Seit Beginn dieser Saison hat Dortmund mehr Niederlagen kassiert als ein Profiboxer Schläge einsteckt.

Der Abstiegskamf hat für Borussia Dortmund begonnen

Dachte man anfangs das wäre nur eine vorübergehende Schwäche ist mittlerweile jedem klar, daß der bittere Abstiegskampf begonnen hat. Dortmund hat ihn angenommen und am Wochenende endlich wieder einen Sieg eingefahren. Es ist sogar schon so weit, daß man sich mit den Dortmundern freut und hofft, daß sie nicht absteigen. Denn deren Unterhaltungswert ist wesentlich höher als Paderborn, Wolfsburg und Leverkusen zusammen. Ja, Mitleid bekommt man geschenkt. Mitleid für Dortmund gibt es im Moment im Überfluß. Jürgen Klopp kann einem leid tun. Die Krise ist so schlimm, daß sich die meisten freuen und hoffen, daß der Sieg gegen Freiburg nicht der letzte war, denn wir möchten nicht auf Borussia Dortmund verzichten.

Arjen Robben oder die Schwalben fliegen tief

Arjen Robben ist ein großartiger Fußballer. Championsleague-Sieger, Vizeweltmeister, Deutscher Meister, Niederländischer, Englischer und Spanischer Meister, diverse Pokale und Medaillen. Wenn er den Ball auf der rechten Seite bekommt und „sein Spiel“ aufziehen darf, ist er fast nicht zu stoppen. Obwohl eigentlich jeder weiß, daß er von rechts kommt, nach innen zieht. Den Ball auf das linke Bein umlegt und dann abzieht. Meistens durch einen Torerfolg gekrönt.

Die Massen jubeln ihm zu. Er kommt im Interview sympatisch rüber und lobt sogar den Gegner. Trotzdem vermag er mit spielerischer Leichtigkeit das „Mir san Mir“ des FC Bayern München zu transportieren.

Aber es gibt auch eine Seite an ihm, die einem die Zornesröte ins Gesicht treiben kann.

Warum, bricht ein Mann mit diesen Erfolgen und diesem Können, bei der geringsten Berührung (in Strafraumnähe) in sich zusammen?

Ein Mann mit 1,80 m und 75 kg kann nicht durch ein bloßes Handauflegen des Gegenspielers derart aus der Ballance gebacht werden, so daß er anschließend ein Salto schlagen muß. Warum gibt er sich diese Blöße? Hat er mit seinem Verein die Punkte so notwendig, daß er Elfmeter schinden muß?

Man darf nicht vergessen wo dieser Mann spielt. Wir reden hier nicht von einem kleinen Klub wie Mainz 05 oder Hoffenheim. Es geht um den Vorzeigeclub FC Bayern München, der 10 Tage vor Saisonende deutscher Meister sein wird.

Es ist also egal ob Bayern München ein Spiel verlieren würde, weil Arjen Robben eine Schwalbe stecken läßt. Es werden noch genug Punkte da sein. Und hinter diesem Hintergrund frage ich mich, hat eine „Legende“ wie Arjen Robben, ein solches Verhalten nötig?