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Mainz 05

Mainz 05 ist ein Verein, bei dem man manchmal das Gefühl hat, sie wissen nicht so richtig wo sie hingehören. Tradition ist in der Bundesliga keine vorhanden, da man ja noch keine 10 Jahre dabei ist. So geben sie sich jedesmal als Underdog der Bundesliga.

Nach jahrelangem Aufbau kommen sie mit dieser Tour nicht mehr durch. Nachdem sie sich mittlerweile drei Mal für den internationalen Wettbewerb qualifiziert haben (einmal über die Fair-Play Wertung) gehören sie zu den etablierten Vereinen. Auch wenn Sie es nicht hören wollen.

Jetzt kommen wir zu meiner These Nummer 1. Geht es um die Wurst, kann Mainz 05 jeden schlagen. Wie geschehen bei dem 3:1 Sieg gegen Bayern München. Hier sah man sie 90 Minuten motiviert und voll konzentriert.

These Nummer 2. Egal wie gut die Mainzer drauf sind. Kommt ein Verein, der nicht gut darsteht, bieten sie sich als Opferlamm an und schenken die Punkte gerne her. Wie heute bei einer 2:3 Niederlage gegen den 1. FC Köln geschehen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum man gegen eine Mannschaft, die nach dem aktuellen Tabellenplatz in Mainz keine Chance haben dürfte, nach einer 2:0 Führung verliert.

 

 

These 3. Vereine, die sich als Underdogs fühlen und überraschend einen internationalen Wettbewerb erreichen, bekommen in der nächsten Saison, durch die Doppelbelastung Probleme. Beispiele hierführ ist regelmäßig der SC Freiburg, dieses Jahr die Augsburger oder auch der 1. FC Nürnberg, der VFL Bochum und Bayer Uerdingen in der Vergangenheit. Das ist die größte Angst der Mainzer Fans. Absteigen, aufgrund des eigenen Erfolges und der resultierenden Doppelbelastung durch den Europapokal.

Wenn wir diese Saison beleuchten, ist die Lage für Mainz also dramatisch! Vor dem Spiel gegen Köln, hatte Mainz gute Chancen, sogar auf einem der vier Champions-League Plätze zu landen. Mit Rang drei wäre man direkt qualifiziert. Dies würde eine enorme Belastung bedeuten, da die Teilnahme somit gebucht wäre. Durch die Mehreinnahmen, hätte man auch noch mehr und noch bessere Spieler kaufen können / müssen. Spinnen wir das noch weiter. Für die K. O.-Runde sind die Mainzer sicher noch nicht reif genug. Mit einem dritten Platz in der Gruppe, wäre aber eine Qualifikation für die Europa-League geglückt, in die man im Achtelfinale hätte einsteigen dürfen. Gar nicht so schlecht, aber Überbelastung.

Mit dem vierten Plat hätten sie sich für die Qualifikation für die Champions-Leage qualifiziert, die natürlich traditionell verloren gegangen wäre. Somit wären sie aber direkt für die Europa-League qualifiziert gewesen. Wieder eine Mehrbelastung für den gefühlten Underdog.

Dieser Verantwortung versuchen sich die Mainzer durch rechtzeitige Niederlagen zu entziehen. Daher meine These, wieso man ein solch sicheres Spiel vergeigt.

Die schlechte Nachricht ist und bleibt, daß die Mainzer bereits so viele Punkte haben, daß sie sich trotz aller Angst für die Europa-League qualifizieren werden (Platz 7 reicht wahrscheinlich). Sie werden die Belastung bekommen und müssen sich stellen. Ihre Fans haben es verdient. Jetzt muß nur noch die Mannschaft mitspielen und sich zusammenreißen, damt so etwas wie gegen Köln, nicht wieder passier.

Mainz 05

Bei Mainz 05 gelten noch die gleichen Regeln, wie früher in den Asterix Heften. Es ist ein kleines Dorf, daß sich gegen den Wiederstand der wohlhabenderen Bundesligavereine durchsetzten will. Umzingelt von den römischen Lagern, wehren sie sich tapfer. Die Lager in der Neuzeit sind z. B. Frankfrurt, Hoffenheim, Freiburg, Köln und viele andere.

Was machen die Mainzer anders als die übrigen Bundesligisten? Sie führen neue, junge Spieler herran, die sie irgendwann mit Gewinn an einen neuen, größeren Verein weiterverkaufen.

Bereits praktiziert mit Andre Schürrle, Adam Szalai, Christian Fuchs, Neven Subotic, dieses Jahr vielleicht Baumgartlinger oder Geis.

Es ist immer das gleiche Spiel. Ich nenne es das „Modell Mainz“. Die Spieler werden jung eingekauft. An die Bundesliga herangeführt, in Position gebracht und rechtzeitig vor Ende des Vertrages für viel Geld verkauft.

 

Was hat sich geändert bei Mainz 05?

Somit ist Mainz mittlerweile in der komfortablen Lage gewesen, ein neues Stadion zu bauen und auch den Luxus zu haben, einige Millionen an Festgeld auf dem laufenden Konto zu führen.

Christian Heidel achtet darauf, daß sich niemand wie ein Star fühlt und das Gehaltsgefüge nicht durcheinander kommt.  Daß man nie richtig an die Spitze kommen wird, da die Schlüsselspieler immer und immer wieder abgegeben werden müssen, ist hier jedem klar. Ambitionen für größere Ziele sind auch keine vorhanden. Im Grunde freut man sich die ganze Zeit darüber in der Bundesliga dabei zu sein. Das ist mehr als man in Mainz jemals erhofft wird. Somit ist jeder neue Spieltag ein Gewinn.

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Entlassung von Kasper Hjulmand bei Mainz 05

Alle Jahre wieder… Nein. Es geht nicht um Weihnachten, eher um Kasper Hjulmand. Es geht um Fastnacht oder Karneval oder Fasching. Wie jedes Jahr verlieren unsere Karnevalshochburgen traditionell am Fastnachts-Wochenende. Die Kölner gegen Frankfurt, die Mainzer in Dortmund. Hier hat das allerdings eine pikante Konsequenz. Denn heute Morgen wurde der Mainzer Trainer Kasper Hjulmand freigestellt.

Es ist das Jahr 1 nach Thomas Tuchel.

Fünf Jahre Bundesliga Fußball und die Manschaft wurde immer stärker. In der letzten Saison wurde wieder der europäische Wettbewerb erreicht. Wie im Märchen.
Doch dann Schmiss Thomas Tuchel hin und ein Nachfolger musste her.

Kasper Hjulman übernahm die Mannschaft und startete furios.

Erst entfernten sich die Mainzer selbst aus allen Pokalwettbewerben, was einer unterirdischen Leistung gleichkam. Dann das krasse Gegenteil. Acht Spiele ohne Niederlage. Alles schien wieder gut und der Trainer stand wieder in einem besseren Licht. Seit eben jenem 8. Spieltag begann eine Negativserie wie man sie sich nicht wünschen kann. Unterbrochen von einem 5:0 gegen Paderborn.
Nach der Niederlage in Dortmund hat es den Verantwortlichen gereicht und sie haben, für Mainzer Verhältnisse untypisch, die Notbremse gezogen.
Ist das jetzt ein Schritt in die richtige Richtung?

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Arjen Robben oder die Schwalben fliegen tief

Arjen Robben ist ein großartiger Fußballer. Championsleague-Sieger, Vizeweltmeister, Deutscher Meister, Niederländischer, Englischer und Spanischer Meister, diverse Pokale und Medaillen. Wenn er den Ball auf der rechten Seite bekommt und „sein Spiel“ aufziehen darf, ist er fast nicht zu stoppen. Obwohl eigentlich jeder weiß, daß er von rechts kommt, nach innen zieht. Den Ball auf das linke Bein umlegt und dann abzieht. Meistens durch einen Torerfolg gekrönt.

Die Massen jubeln ihm zu. Er kommt im Interview sympatisch rüber und lobt sogar den Gegner. Trotzdem vermag er mit spielerischer Leichtigkeit das „Mir san Mir“ des FC Bayern München zu transportieren.

Aber es gibt auch eine Seite an ihm, die einem die Zornesröte ins Gesicht treiben kann.

Warum, bricht ein Mann mit diesen Erfolgen und diesem Können, bei der geringsten Berührung (in Strafraumnähe) in sich zusammen?

Ein Mann mit 1,80 m und 75 kg kann nicht durch ein bloßes Handauflegen des Gegenspielers derart aus der Ballance gebacht werden, so daß er anschließend ein Salto schlagen muß. Warum gibt er sich diese Blöße? Hat er mit seinem Verein die Punkte so notwendig, daß er Elfmeter schinden muß?

Man darf nicht vergessen wo dieser Mann spielt. Wir reden hier nicht von einem kleinen Klub wie Mainz 05 oder Hoffenheim. Es geht um den Vorzeigeclub FC Bayern München, der 10 Tage vor Saisonende deutscher Meister sein wird.

Es ist also egal ob Bayern München ein Spiel verlieren würde, weil Arjen Robben eine Schwalbe stecken läßt. Es werden noch genug Punkte da sein. Und hinter diesem Hintergrund frage ich mich, hat eine „Legende“ wie Arjen Robben, ein solches Verhalten nötig?