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Schalke 04 – Deutscher Meister der Herzen

Der glorreiche Fußball Club Schalke 04. Schalke ist nicht irgendein Fußball-Verein. Schalke 04 gibt den Menschen Hoffnung und hilft Ihnen alles um sie herum für 90 Minuten zu vergessen.

So mancher könnte auf die Idee kommen Schalke 04 mit einer Ersatz-Religion zu verwechseln. Im Schalker Stadion gibt es ja sogar eine Kapelle, in der man der Realität nachhelfen kann.

Was ist das Poblem von Schalke 04?

Zusammengefaßt kann man es mit grenzenloser Selbstüberschätzung kurz beschreiben. Nachdem es 2001 nach 4 Minuten und 38 Sekunden, gefühlter Meisterschaft, doch nicht dazu kam, ging es immer noch hoch und runter wie in einer Achterbahn. Es werden Trainer geheuert und gefeuert. Meistens um Zeitpunkt, wenn Schalke 04 für die nächsten Jahre den besten Tabellenplatz einnimmt. Denn es wird nie besser.

Beispiele gefällig? Felix Magath führte die Königsblauen ins Viertelfinale der Champions League, mußte aber gehen, weil er s dem übermächtigen Aufsichtsrat Thönnies nichtgut genug  war. Schalke kam nie mehr auch nur in die Nähe des Viertelfinales.

Mirko Slomka, hate den Verein im Griff, mußte aber nach einer langen Leidenszeit gehen um einem „besseren“ Trainer zu weichen.

Jens Keller hatte eigentlich die beste Trainerbillanz, strahlte aber nicht das Flair aus, wie man es von einem Schalker Trainer erwartet. Nach einer monatelangen Demontage wurde er erlöst.

Aus Feigheit, wartet man aber auf Schalke immer auf einen vermeintlichen Mißerfolg. Obwohl jeder weiß, daß die Trainer gehen müssen, weil sie dem Machtmenschen Tönnies nicht passen und er weiterhin nach mehr strebt. Keine dieser Maßnahmen hat funktioniert. Niemand wird es Clemens Tönnies recht machen können. Dem König von Schalke, obwohl er eigentlich nur Aufsichtsratsvorsitzender ist. Alles dreht sich um ihn. Wer aufmuckt wird entsorgt.

Roberto di Matteo wird den Ansprüchen nicht gerecht werden können und früher oder später entlassen werden. Ein Grund wird dafür nicht benötigt.

Solange sich in dieser Praxis nichs ändert wird Schalke 04 niemals in der Lage sein dem Dortmunder Erzrivalen die nächste Feier zum Nicht-Meister-sein der Schalker zu verderben.  Von einer Meisterschaft wagt hier keiner mehr zu reden. Da müssen die vier Minuten von 2001 ausreichen.

 

 

 

Wolfram Wuttke – Fußballnationalspieler ist gestorben

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=8UhmfZd-WKQ
Eigentlich wollte ich heute über den aktuellen Spieltag schreiben, aber eben habe ich gelesen daß Wolfram Wuttke gestorben ist.
Er war ein genialer Fußballer. Seine, mit dem Außenrist geschossenen, „krummen“ Flanken waren genial. Er war noch ein Spielmacher der alten Schule. Er war der Held meiner Jugend, obwohl mein Verein eigentlich erst erfolgreich wurde, als er ihn verlassen hat.
Ich könnte jetzt alle Stationen aufzählen, bei denen er Fußball gespielt hat. Beim HSV unter Ernst Happel, Schalke 04, Espanol Barcelona, 1. FC Saarbrücken, er wäre sogar fast mit dem 1. FC Kaiserslautern im Uefa-Cup gelandet. Was in den Achtziger Jahren einem Wunder gleich kam.

Bei keinem Verein ist Wolfram Wuttke glücklich geworden.

Man könnte fast sagen, er wurde bei jedem Verein gefeuert. Er verpaßte Jupp Heynckes den Spitznamen Osram, weil er die Gesichtsfarbe einer Glühbirne hatte, wenn er erregt war. Das war die Fabel. Später kam raus, daß er nur der erste war, der den Spitznamen ausgeplaudert hat. Franz Beckenbauer machte ihn zum Nationalspieler. Er durfte sogar, zusammen mit Jürgen Klinsmann, in Seoul die Bronzemedaille bein den Olympischen Spielen gewinnen.
Sein Leben nach dem Sport lief ebenfalls nicht geradlienig. Er war Trainer und Manager. Er übestand eine Brustkrebs-Erkrankung und starb jetzt Jahre später an multiplem Organversagen, das von einer Leberzirrhose ausgelöst wurde.
Ich erinnere mich immer noch daran, daß Wolfram Wuttke sich, als er für Espanol in Barcelona angeheuert hatte, mit Krone, Zepter und Mantel eines Königs fotografieren ließ. Dieses Bild erschien in der Sport-Bild.
So werde ich ihn in Erinnerung behalten. Denn eigentlich war er der König. Er war der beste Fußballer in seinen Vereinen, er hätte 50 Länderspiele machen können, wenn er sich nur ein bischen mehr angesträngt hätte. Leider wurden es nur vier. Für mehr hat seine Dilomatie leider niemals gereicht.
Nach 299 Bundesligaspielen, tritt Wolfram Wuttke jetzt entgültig ab. Mach es gut, Wolfram Wuttke.

Hier noch ein schöner Artikel.